Zubehör: pIR HEG-Stirnband
[NF-pIR]

699,00 EUR
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Quelle: www.mind-machines.de, Copyright © 2004


Detailbeschreibung:

Dieses pIR HEG-Stirnband für den X-wiz ist zur Anwendung des von Dr. Jeffrey Carmen entwickelten pIR (passive Infrared) HEG-Neurofeedbacktrainings (HEG=Hämoenzephalographie) erforderlich. Beachten Sie bitte, dass es sich bei diesem Produkt um einen Zubehörartikel handelt, für dessen Betrieb weiterhin auch ein kompatibler HEG-Verstärker (X-wiz) erforderlich ist!

pIR HEG ist ein passives Messverfahren, welches ausschließlich mit Infrarot-Messung arbeitet und faktisch eine Wärme- bzw. Temperaturmessung des Stirnbereichs darstellt, mittels dessen die Durchblutung und somit die Sauerstoffversorgung und der Metabolismus des Stirnlappens erfasst werden kann.

Ein Nachteil des pIR-Verfahrens ist eine relative lange Adaptionszeit der pIR-Sensoren (üblicherweise ca. 4 – 5 Minuten), da diese sich vergleichbar zu einem Thermometer zunächst einmal an die Wärme der zu messenden Wärmequelle anpassen müssen, bevor sie zuverlässige und verwertbare Daten liefern.

Ein Vorteil der pIR-Sensoren hingegen ist, dass sie aufgrund ihrer Distanz von der Stirnoberfläche einen größeren räumlichen Flächenbereich (ca. 25 cm²) erfassen, weshalb die pIR-Sensoren für das Training üblicherweise nur zentral in der Mitte der Stirn (an der 10/20-Position Fpz) platziert werden und deren Positionierung während des Trainings nicht verändert werden muss. Ein besonderer Effekt des pIR-Trainings ist dabei neben der Anregung der Blutzufuhr (und somit der Sauerstoffzufuhr sowie des Metabolismus) im Frontallappen gleichsam eine relativ gleichmäßige Distribution der Blutversorgung über den vom pIR-Sensor erfassten räumlichen Bereich hinweg. Ein damit weiterhin einhergehender Effekt ist, dass das pIR-Verfahren im Allgemeinen zu einer Erhöhung und somit zu einer Verbesserung niedriger Kohärenzwerte (Hypokohärenz) im präfrontalen Kortex führt.

Hinsichtlich der Anwendungsbereiche und Trainingseffektivität sind zwischen dem pIR- und dem nIR-Verfahren keine nennenswerten Unterschiede bekannt. Beide Verfahren haben sich gemäß einschlägiger wissenschaftlicher Studien für folgende Anwendungszwecke bewährt:

  • Verbesserung der kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit, Konzentration sowie organisatorische und planerische Fähigkeiten
  • Verbesserung der exekutiven Funktionen wie Impulskontrolle, Intention, emotionale Regulierung, Verhaltenssteuerung sowie Fähigkeiten im sozialen Umgang
  • Verbesserung der Stressresistenz und der Fähigkeiten zur Stressbewältigung
  • Behandlung von ADS/ADHS, autistischen Störungen, Dislexie und Migräne
Im Vergleich der beiden Verfahren scheint das pIR-Training gemäß entsprechender Studien jedoch speziell zur Verbesserung der emotionalen Regulierung und der sozialen Fähigkeiten sowie insbesondere auch zur Behandlung von Migräne leicht bessere Erfolge zu erbringen als das nIR-Training. Insbesondere zur Behandlung von Migräne ist das pIR-Verfahren auch umfänglicher durch entsprechende klinische Studien abgesichert.